ab 1 Jahr
So funktioniert die Übung
Sechs Laute, die zusammen den Frequenzbereich der Sprache abdecken: Bei CI-Kindern prüfen Eltern damit im Alltag, ob diese Laute ankommen. Hier gibt es den Eltern-Check mit Auswertung und eine Hörübung mit Aufnahmen.
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Was ist der Ling-Test?
Der Ling-Sechs-Laute-Test geht auf den Hörpädagogen Daniel Ling zurück. Er nutzt sechs Laute, die sich in Tonhöhe und Klang deutlich unterscheiden: [m], [u], [a], [i], [sch] und [s]. Zusammen decken sie etwa den Bereich von 250 bis 8000 Hz ab, in dem Sprache liegt. Das [m], [u] und [a] liegen eher tief bis mittel, [i] und [sch] höher, das [s] am höchsten. Die Eltern sprechen die Laute live, ohne Sichtkontakt zum Mund, und beobachten, ob das Kind sie bemerkt, unterscheidet oder nachspricht.
Der Test ist ein Alltagswerkzeug für den Kontakt zum Implantat-Zentrum und für Hörgeräte- oder CI-Anpassungen, kein Hörtest und keine Diagnose. Fällt ein Laut an mehreren Tagen aus, sprecht bitte mit eurer Klinik oder dem Akustiker darüber.
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Eltern-Check: live sprechen
Die App gibt eine zufällige Reihenfolge der sechs Laute vor, dazu Durchgänge ohne Laut („Stille – nichts sagen“) und wechselnde Wartezeiten. Ihr seht groß, welchen Laut ihr sprechen sollt, und tippt danach an, ob das Kind den Laut nicht gehört, gehört oder richtig erkannt bzw. nachgesprochen hat. Bei Stille tippt ihr, ob das Kind reagiert hat. Ihr wählt Entfernung (1, 3 oder 6 Meter) und Seite (links, rechts, beide Ohren).
Sprecht den Laut gleichmäßig, in normaler Lautstärke und nicht übertrieben, und verdeckt dabei den Mund, damit das Kind nicht ablesen kann. Der [s]-Laut ist stimmlos: ein scharfes „sss“, kein summendes „zzz“. Mit einem Konto zeigt der Verlauf je Laut und Tag, wie es läuft.
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Selbstübung mit Aufnahmen
Bei „Erkennen“ hörst du einen Laut oder es bleibt still – du sagst, ob etwas kam. Bei „Benennen“ tippst du auf die Buchstabenkarte des Lauts, zuerst aus zwei, später aus drei, vier oder sechs Karten. Die schwierigen Paare [s]/[sch] und [u]/[i] kommen erst auf höheren Stufen zusammen vor. Du hörst eine männliche und eine weibliche Stimme; beide sind künstlich erzeugt. Die Bilder auf den Karten zeigen, welchen Laut etwas „macht“: die Schlange zischt [s], die Dampflok macht [sch].
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Tipps zum Begleiten
- Macht den Check immer gleich: gleicher Raum, gleiche Entfernung, möglichst ruhig, ohne Musik im Hintergrund.
- Streamt das Gerät direkt aufs Implantat, stellt die Lautstärke einmal ein und lasst sie dann unverändert, damit die Aufnahmen vergleichbar bleiben.
- Bei Stille-Durchgängen nicht schmunzeln oder nicken: Das Kind soll nur auf den Klang reagieren.
- Wenige Minuten genügen. Brecht ab, wenn das Kind keine Lust mehr hat.